Basel-Stadt gehört zu den teuersten Kantonen der Schweiz, was die Krankenkassenprämien angeht. Die Gründe liegen auf der Hand: Das Universitätsspital Basel, zahlreiche Pharmaunternehmen und eine extrem hohe Ärztedichte sorgen für überdurchschnittliche Gesundheitsausgaben. Da der Kanton nur eine einzige Prämienregion umfasst, zahlen alle Einwohner die gleichen Basistarife.
Gerade deshalb ist ein gründlicher Versicherungsvergleich in Basel-Stadt besonders lohnend: Die Prämienunterschiede zwischen den verschiedenen Kassen können über CHF 200 pro Monat betragen.
Monatliche Durchschnittswerte der Grundversicherung im Standardmodell:
| Versichertenkategorie | Franchise CHF 300 | Franchise CHF 2'500 |
|---|---|---|
| Erwachsene ab 26 | CHF 502.– | CHF 347.– |
| Junge Erwachsene 19–25 | CHF 365.– | CHF 251.– |
| Kinder 0–18 | CHF 129.– | – |
Quelle: BAG/Priminfo, Stand 2026. Standardmodell mit Unfalldeckung.
Die Anhebung der Franchise bringt Erwachsenen eine monatliche Ersparnis von rund CHF 155 – das sind über CHF 1'860 jährlich. Wer gleichzeitig auf ein HMO-Modell umsteigt, kann die Gesamtkosten um bis zu 35 % reduzieren.
Basel-Stadt besteht aus nur einer Prämienregion. Das bedeutet: Ob Sie in Basel, Riehen oder Bettingen wohnen – die Grundprämie ist identisch. Ein Umzug innerhalb des Kantons bringt daher keine Prämienersparnis. Wer aber in den Nachbarkanton Basel-Landschaft zieht, kann von tieferen Tarifen profitieren.
Die individuelle Prämienverbilligung wird in Basel-Stadt durch das Amt für Sozialbeiträge zugesprochen. Anspruchsberechtigt sind Einzelpersonen mit einem steuerbaren Einkommen bis ca. CHF 38'000 und Familien bis rund CHF 52'000. Der Anspruch wird anhand der Steuerveranlagung automatisch überprüft – ein separater Antrag ist in der Regel nicht erforderlich.
Unser Leitfaden zum Kassenwechsel zeigt Ihnen den optimalen Ablauf. Informieren Sie sich zudem über die Zusatzversicherung und die Grundversicherung.