Mit seiner Ausdehnung vom Jura über das Seeland bis in die Alpen zählt Bern zu den vielfältigsten Kantonen der Schweiz. Diese Vielfalt zeigt sich auch bei den Krankenkassenprämien: Ganze sechs Prämienregionen sorgen für teils erhebliche Unterschiede bei den monatlichen Beiträgen. Wer in der Bundesstadt lebt, bezahlt spürbar mehr als Versicherte im Berner Oberland.
Trotz der zahlreichen Gesundheitseinrichtungen rund um das Inselspital bewegen sich die Prämien in Bern insgesamt leicht unter dem landesweiten Durchschnitt. Durch einen systematischen Kassenvergleich lässt sich das Budget zusätzlich entlasten.
Die nachstehende Tabelle zeigt die kantonalen Durchschnittswerte der Grundversicherung im Standardmodell.
| Versichertenkategorie | Franchise CHF 300 | Franchise CHF 2'500 |
|---|---|---|
| Erwachsene ab 26 | CHF 441.– | CHF 305.– |
| Junge Erwachsene 19–25 | CHF 322.– | CHF 222.– |
| Kinder 0–18 | CHF 113.– | – |
Quelle: BAG/Priminfo, Stand 2026. Standardmodell mit Unfalldeckung.
Im direkten Vergleich mit dem Kanton Zürich liegen die Berner Prämien für Erwachsene monatlich rund CHF 44 tiefer. Wer die Franchise auf CHF 2'500 anhebt, spart zusätzlich CHF 136 pro Monat.
Kein anderer Deutschschweizer Kanton kennt ein derart feingliedriges Regionensystem. Hier die Übersicht:
| Region | Typische Gemeinden | Ø Monatsprämie (Erwachsene) |
|---|---|---|
| Region 1 – Stadtgebiet | Bern, Köniz, Ostermundigen | CHF 468.– |
| Region 2 | Thun, Biel/Bienne, Spiez | CHF 449.– |
| Region 3 | Burgdorf, Langenthal, Münsingen | CHF 437.– |
| Region 4 | Langnau i.E., Konolfingen, Huttwil | CHF 424.– |
| Region 5 | Frutigen, Saanen, Adelboden | CHF 413.– |
| Region 6 – ländlich | Meiringen, Brienz, Innertkirchen | CHF 399.– |
Franchise CHF 300, Standardmodell. Quelle: BAG/Priminfo 2026.
Von Region 1 bis Region 6 beträgt die Differenz CHF 69 monatlich – aufs Jahr gerechnet sind das über CHF 820.
Im Kanton Bern wird die individuelle Prämienverbilligung über die Steuerverwaltung automatisch geprüft. Anspruch haben Einzelpersonen mit einem massgebenden Einkommen unter ca. CHF 42'000 und Familien bis ca. CHF 56'000. Ergänzungsleistungs-Bezüger erhalten die IPV ohne separaten Antrag. Die Auszahlung erfolgt direkt an den Versicherer.
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